Die Frage nach einer gerechten Gesellschaft, in der jedes Individuum über die Möglichkeit verfügt, das eigene Leben frei, das heißt nach individuellen Vorstellungen zu gestalten, ist für uns wesentlich verknüpft mit der Frage danach, wie sich das Verhältnis zwischen Menschen unterschiedlichen Geschlechts gestaltet und welche Perspektiven für die Überwindung des heteronormativen Geschlechterdenkens entwickelt werden können.

Wider den antifeministischen backlash

Dass diese und angrenzende Fragen in der Öffentlichkeit derzeit kontrovers und zunehmend auch polemisch diskutiert werden, zeigt beispielsweise die Diskussion um die Aufnahme des Themas „sexuelle Vielfalt“ in den neuen baden-württembergischen Bildungsplan oder die #aufschrei-Debatte über alltäglichen Sexismus auf der Social-Web-Plattform Twitter.
Die Beispiele zeigen: der antifeministische backlash des Postfeminismus scheint derzeit sehr viel Aufwind zu bekommen – rechtsnationalistische wie biologistische Ansichten und Homophobie scheinen zunehmend wieder salonfähig zu werden.
Dies alles ist zusammen mit einem bedenklich steigenden Konservatismus in Politik und Gesellschaft Grund genug für uns, den Chor jener Stimmen bereichern zu wollen, die gegen den sexistischen Herrschaftsdiskurs laut und deutlich, klug und witzig, kreuz und queer die Debatte um Feminismus, Gender/Queer Politics und Diversity vorantreiben.

Radio meets Web 2.0 und umgekehrt

Um dies zeitgemäß und weithin hörbar zu tun, möchten wir die medialen Möglichkeiten des Freien Radios möglichst adäquat nutzen und sie mit den spezifischen Kommunikationsformen des sogenannten Web 2.0 verknüpfen. Konkret bedeutet dies, dass wir unsere einstündige Radiosendung, die an jedem 4. Montag im Monat im Freien Radio für Stuttgart (99,2 MHz) zu hören ist, mit dem Blog „hot topics“ kombinieren und beide Medien konstruktiv und kritisch aufeinander beziehen und miteinander verknüpfen.
Das musikalische Spektrum der Radiosendung bewegt sich dabei im Bereich des „Elektropopopunk“.
Prägnante auditive Informationen tragen die oben genannten Themen und Diskurse in die Öffentlichkeit, die in den Blogbeiträgen vertieft, ergänzt, kommentiert und somit Teil eines feminstischen Socialweb-Netzwerkes werden sollen.

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